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Die "Schwimmer in der Wüste", sind das wirklich Schwimmer?

The "swimmers in the desert", are they really swimmers?

Friedrich Berger

Die Bilder

Almásy (1936: Pl.XIII) fand die Malereien der "Schwimmer" und anderes in einer Höhle an der westlichen Flanke des Gilf Kebir, die er Wadi Sura nannte und er reproduzierte sie. R. Schrott und M. Farin sorgten für einen Nachdruck von "Unbekannte Sahara", ergänzt durch weiteres Material, unter dem Titel "Schwimmer in der Wüste". Besonders durch den Film "Der englische Patient" nach Ondatje wurden die "Schwimmer in der Wüste" weitbekannt.
Almásys Reproduktion (Fig. 1) ist eine Kombination von mehreren einzelnen gemalten Figuren von der Wand der Höhle.

 

Fig. 1 - Nageurs et empreinte de main. Wadi Sora (Gilf Kebir).
  The pictures

Almásy (1936: Pl.XIII) found the paintings of the "swimmers" and others in a cave on the western flank of Gilf Kebir in Egypt, which he called Wadi Sura, and he reproduced them. R. Schrott and M. Farin arranged a reprint of "Unbekannte Sahara", amended by other material, under the title "Schwimmer in der Wüste". Especially through the movie "The English Patient", after Ondaatje, the "swimmers in the desert" became widely known.
Almásy's reproduction (Fig. 1) is a combination of several individual painted figures from the wall of the cave.

         

Fig. 2
 

Fig. 3
 

Fig. 4
Dies wird in Fig. 2 deutlich. Insgesamt 14 "Schwimmer" sind in einer S-förmigen Linie arrangiert, einer nach dem anderen, Fig.2 - 5. Ein ovaler Körper mit einem runden Kopf darauf charakterisiert die "Schwimmer". Dünne Linien drücken "Arme" und "Beine" aus, ähnlich zu Strichmännchen. This becomes obvious in Fig. 2. In total there are 14 "swimmers" arranged in an S-shaped line, one after the other, Fig. 2 - 5. An oval body with a round head on top characterize the "swimmers". Thin lines express "arms" and "legs", similar to stick figures.
         

Fig. 5
  Die Beine sind bei den meisten Exemplaren seltsam nach oben gebogen (z.B. bei 8, 9, 12, 14) oder nach unten (z.B. bei 3). Dies erzeugt den Eindruck von Insektenbeinen. Anscheinend gibt es keine Beziehung zwischen den "Schwimmern" und den anderen Menschen, siehe z.B. bei Nr. 11. Es ist nicht klar, ob der Künstler 14 einzelne "Schwimmer" zeigen wollte oder ob er eine fortlaufende Handlung von einem (oder wenigen) "Schwimmern" darstellen wollte wie in einem Film (wegen ähnlicher Beispiele von "Filmen" siehe Azéma, 2005).   The legs are strangely bent upward in most examples (e.g. items 8, 9, 12, 14) or downward (e.g. item 3). They give the impression of extremities of insects. Apparently, there is no relationship between the "swimmers" and the other humans, see for example item 11. It is not clear whether the artist wanted to present 14 individual "swimmers" or whether he wanted to demonstrate the sequential activity of one "swimmer" (or few "swimmers") like the sequential pictures of a movie (for similar examples of "movies" see Azéma, 2005).
         

Fig. 6
  Außer den 14 "Schwimmern" oder dem einzelnen "Schwimmer" in Bewegung gibt es einen Schwimmer mit mehr menschlichen Beinen, Nr. 6 in Fig.3. Zusätzlich gibt es Nr. 33 - 35 in Fig. 5, die ebenfalls "Schwimmer" darstellen können. Nr. 33 hat menschenähnliche Beine, bei Nr. 34 und 35 ist das weniger klar.

Über viele Jahre kannte man nur diese "Schwimmer" in der Sahara. Vor einigen Jahren wurde jedoch die Foggini-Höhle entdeckt, ebenfalls an der westlichen Flanke des Gilf Kebir in der Nähe von Wadi Sura.

  Besides the 14 "swimmers" or the single "swimmer" in movement, there is one swimmer with more human-like legs, item 6 in Fig. 3. In addition, there are items 33 - 35 in Fig. 5, which may also represent "swimmers". Item 33 has human-like legs, those of items 34 and 35 are less clear.

For many years, these "swimmers" were unique in the rock art of the Sahara. Some years ago, however, the Foggini cave was found near Wadi Sura, also on the western flank of Gilf Kebir.

         

Fig. 7

Fig. 8

Fig. 9
     

Fig. 10
 
In dieser Höhle gibt es weitere "Schwimmer" in dem gleichen Stil, Nr. 15 - 31 in Fig. 6 - 11. Sie sind ebenfalls in einer Linie arrangiert und sie stehen ebenfalls in keiner Beziehung zu anderen Menschen. Wir können hier Nr. 23 - 24 vergleichen mit den Menschen darüber (Fig. 12). Dies sind fünf Menschen oder sie stellen fünf Phasen einer Bewegung dar, beginnend auf der linken Seite. Die fünf Menschen haben vorwärtsgerichtete Füße und manchmal sind die Finger dargestellt.
 
In this cave there are other "swimmers" depicted in the same style, Fig. 6 - 11, items 15 - 31. They are also arranged in a line and they are also not related to the pictures of other humans. We can compare here items 23 - 24 (Fig. 12) with the humans above them. These are either five humans (a - e) or they represent five steps of a movement beginning on the left side. These five humans have their feet directed forward and sometimes the fingers are depicted.

Fig. 11
  Die rechte Person beugt sich vorwärts wie ein Schwimmer, der mit ausgebreiteten Armen ins Wasser springt. Im Gegensatz zu diesen fünf Menschen haben die "Schwimmer" eigenartige Beine, ihre Köpfe sind in den Rücken gedreht. Offensichtlich wurden sie beiden Gruppen von verschiedenen Künstlern gemalt. Während die obere Gruppe klar Menschen darstellen, ist dies für die untere nicht so sicher. Ein weiterer Vergleich ist in Fig. 13 möglich.   The person on the right side bends forward like a swimmer diving into the water, having his arms spread to both sides of the body. In contrast to those five humans, the "swimmers" below have very odd legs; the heads are turned to the back. Obviously, the two groups were painted by different artists. While the upper group clearly represent humans, this is less clear for the lower group, the "swimmers". Another comparison is possible in Fig. 13.

Fig. 12
  Der "Schwimmer" Nr. 28 ist in der Nähe von mehreren anderen Bildern von Menschen. Auf der Basis von Farbe und Stil fasse ich (subjektiv) f - h und i - j zusammen. f und g beschäftigen sich in schwebender Lage mit dem "großen Biest" und h ist nahezu aufrecht. Sie sind naturalistisch und stellen deutlich Menschen dar, jedoch in einer phantastischen Szene. i und j sind weniger naturalistisch, aber sie können noch als Bilder von Menschen identifiziert werden.   The "swimmer" no. 28 is close to several other pictures of humans. I group f - h together and i - j (subjectively) based on colour and style. f and g are involved with the "big beast" in a floating position and h is nearly upright. They are naturalistic and clearly represent humans, however, in a fantastic scene. i and j are less naturalistic, but still can be identified as images of humans.

Fig. 13
  Für den "Schwimmer" Nr. 28 mit den eigenartigen Beinen und dem auf den Rücken gebogenen Kopf gilt dies weniger.

Es gibt mehrfach Ähnlichkeiten zwischen den Bildern und den Stilen von Wadi Sura und denjenigen der Foggini-Höhle. Anscheinend haben mehrere Künstler an beiden Plätzen gearbeitet. Die Bilder der "Schwimmer" und von anderen Objekten stellen deshalb eine Konvention dar, es sind keinesfalls spontane oder sonstwie isolierte Bilder. Dies gibt Anlaß, die Interpretation der Bilder als menschliche "Schwimmer" zu überprüfen.

  For the "swimmer", item 28, with the odd legs and the head bent to the back this is much less clear.

There are several similarities between the pictures and the styles of Wadi Sura and those of the Foggini cave. Apparently, several artists worked at both places. The pictures of the "swimmers" and of other subjects therefore represent a convention and they are not spontaneous or otherwise isolated images. This gives a reason to review the interpretation of the images as representing human "swimmers".

       

Fig. 14
  Seen

Wenn die abgebildeten Kreaturen menschliche Schwimmer sind, müßte es in der Nachbarschaft Gewässer gegeben haben von einer gewissen Tiefe und Ausdehnung, damit man Anlaß hatte zu schwimmen.

Zu der Zeit, als die Bilder hergestellt wurden, gab es häufiger, vielleicht auch regelmäßig Regen in diesem Gebiet. Wegen der Höhe des Gilf Kebir hat wahrscheinlich die westliche Flanke am meisten vom Regen profitiert. Die Höhe des Plateaus bewirkte aber auch, daß das Wasser in das Flußsystem im Westen abfloß.

  Lakes

If the depicted creatures are human swimmers, there must have existed water bodies with a certain depth and extent in the neighbourhood giving reason to swim.

At the time, when the pictures were painted, there was more frequent or even regular rain in this region. Because of the elevation of Gilf Kebir, its western flank benefited primarily from the rain. The elevation of the plateau was, however, also the reason for the water to run off into a river system in the west.

         

Fig. 15

Fig. 16

Fig. 17
     
Wenn es dort Seen gegeben hätte, so müssen wir uns diese wohl so vorstellen wie die Seen heute im Nordsudan. Fig. 14 ist der See bei Umm Badr (N 14°14'33" - E 27°56'57"). Er wird in der Regenzeit gefüllt, beginnend etwa im Oktober, und trocknet bis etwa April aus. Das Foto ist vom Januar 1999. Der See ist seicht, der Mann im Hintergrund watet hindurch.
Kleine Yardangs und tonreiche Sedimente zeigen die frühere Existenz von ähnlichen temporären Seen im nördlichen Teil des Wadi Abd el Malik an (Fig. 15; N 24°20'08" - E 25°12'23") sowie östlich dieses Wadis (Fig. 16; N 24°30'17" - E 25°27'01"). Temporäre Seen entwickelten sich auch in den östlichen Tälern des Gilf Kebir, z.B. im Wadi Bakht, wo eine Düne das Wadi blockierte. Alle diese Seen waren wahrscheinlich ebenfalls seicht. Vor der Höhle von Wadi Sura befindet sich eine Art Becken im Verlauf des Wadis, wo über eine längere Zeit Wasser gestanden haben mag, Fig. 17. Dies ist die einzige Stelle, die tief genug zum Schwimmen ist. Das Becken ist aber von begrenzter Ausdehnung. Bei der Foggini-Höhle gibt es kein derartiges Becken.

Menschen können schwimmen, aber sie müssen es lernen. Im allgemeinen bedarf es dazu eines großen und beständigen Gewässers, wie den Nil oder den Ptolemäus-See (von dem Nukheila übrig geblieben ist). So gab es also wenig Bedarf und wenig Gelegenheit, schwimmen zu lernen in der Nachbarschaft von Wadi Sura und der Foggini-Höhle.

  If there had been lakes in this area, they were probably comparable to the lakes in Northern Sudan today. Fig. 14 is the lake at Umm Badr (N 14°14'33" - E 27°56'57"). It is filled during the rainy season, beginning approx. in October, and falls dry in approx. April. The photograph is from January 1999. The lake is shallow; the man in the background is wading through it.
Small yardangs and clay-rich sediments indicate the earlier existence of similar temporary lakes in the northern part of Wadi Abd el Malik (Fig. 15; N 24°20'08" - E 25°12'23") and to the east of that wadi (Fig. 16; N 24°30'17" - E 25°27'01"). Temporary lakes also developed in the eastern valleys of Gilf Kebir, for example in Wadi Bakht, where a dune blocked the wadi. All these temporary lakes were probably shallow, too. In front of the two caves at Wadi Sura, there is a small deep pool in the course of the wadi, where water may have stayed for a certain time, Fig. 17. This is the only pool deep enough for swimming. It is, however of limited extent and one can easily walk around it. At the Foggini cave, there is no such pool.

Humans can swim, but they have to learn swimming. In general, this requires a large and permanent water body like the river Nile or a large lake like lake Ptolemy (of which Nukheila is left over). So, in general there was little need and little opportunity to learn swimming in the neighbourhood of Wadi Sura and of the Foggini cave.

     

Fig. 18
  Insekten

Die Extremitäten der "Schwimmer" sehen aus wie die Beine von Insekten. Im Winter 2004/2005 gab es in der ganzen Sahara, zwischen Kairo und den Kanarischen Inseln Heuschrecken (Fig. 18). Zwischen Dakhla und Gilf Kebir fanden wir sie überall. Sie näherten sich unserem Lager, kamen in die Zelte, sogar ins Gepäck, wahrscheinlich auf der Suche nach Feuchtigkeit (Fig. 19).

  Insects

The extremities of the "swimmers" look like the legs of insects. During winter 2004/2005, locusts (Fig. 18) were observed in the whole Sahara, between Cairo and the Canary Islands. Between Dakhla and Gilf Kebir, we watched them everywhere. They approached our camp, entered tents and even luggage, probably searching for moisture (Fig. 19).

         

Fig. 19

Fig. 20

Fig. 21
     
     
Heuschrecken sind für die Menschen seit langem wichtig, meist als Plage (die achte Plage in 2. Mose 10,1-20), d.h. als Konkurrent für Pflanzennahrung. Heuschrecken werden jedoch auch selbst als Nahrung benutzt. Eidechsen fressen sie (Fig. 20), aber auch Menschen verzehren sie. In einigen Bereichen der Sahara werden sie von Menschen gegessen (Niethammer, 1971: 552). Hornemann versuchte 1798 getrocknete Heuschrecken in Hemara, nahe Zuila/Zawila, Fezzan. Er fand ihren Geschmack ähnlich, aber besser als den von geräuchertem Hering (Wright, 2005: 60). Ich habe geröstete und gesalzene Heuschrecken 1968 in Lagos, Nigeria probiert mit Getränken, vor dem Abendessen. Kuper (2003: 28) fand geröstete Heuschrecken an der tiefsten Stelle der Ausgrabung bei Djedefres Wasserberg westlich von Dakhla und datierte sie auf 2610 v. Chr. Es wird berichtet, daß Johannes der Täufer von Heuschrecken und Honig lebte (Matthäus 3,1). Diese Beispiele zeigen die negative und positive Bedeutung von Heuschrecken für die Vergangenheit und die Gegenwart und mögen erklären, warum möglicherweise Heuschrecken gemalt worden sind.
Während des Fluges bringen Vögel und Insekten ihre Beine in eine Linie mit dem Körper um den Luftwiderstand zu reduzieren. Vor dem Landen senken die Heuschrecken ihre Hinterbeine, Fig. 21. Die Stellung von mehreren Segmenten der Beine in Fig. 21 entspricht den Beinen von vielen der "Schwimmer". Demnach gibt es einige Argumente, daß die "Schwimmer" Heuschrecken darstellen. Das Hauptargument gegen eine solche Interpretation sind die Flügel. Sie sind klar sichtbar beim fliegenden Insekt, aber es gibt keinen "Schwimmer" mit Flügeln. Abbildungen von Insekten sind in der Felskunst der Sahara selten. Fig. 22 zeigt die Nachzeichnung eines Bildes von Lajoux (1967: 67) von Matale-Amazar, Tassili n'Ajjer. Lajoux definiert diese Tiere als "wahrscheinlich Insekten". Preußner (1978: 314) drehte das Bild irrtümlich um 180 ° und nannte die Tiere kühn "fliegende Heuschrecke", womit er wohl recht hatte.
  Locusts have been important for humans since long time, mainly as a plague (the eighth plague in Exodus 10,1-20) i.e. as competitors for edible plants. However, locusts are also used as food. Lizards eat locusts (Fig. 20), but also humans do. In some parts of the Sahara, humans consume them (Niethammer, 1971: 552). Hornemann tried dried locusts in Hemara near Zuila/Zawila, Fezzan, in 1798. He found their flavour similar, but more delicious than that of red herrings (Wright, 2005: 60). I tried roasted and salted locusts as snacks together with pre-dinner drinks 1968 in Lagos, Nigeria. Kuper (2003: 28) found roasted locusts at the bottom of the excavation pit at Djedefre's Water Mountain west of Dakhla and dated them to about 2610 BC. It is reported that John the Baptist lived from locusts and honey (St. Matthew 3,1). These examples indicate the negative and positive importance of locusts in the past and at present and may explain why possibly locusts were painted.
During flight, birds and insects bring their legs in line with the body in order to reduce the air resistance. Before landing, locusts lower their hind-legs, Fig. 21. The position of the various segments of the legs in Fig. 21 corresponds with the legs of many of the "swimmers".
So, there are some arguments, that the "swimmers" represent locusts. The main argument against such an interpretation is the wings. They are clearly visible at the flying insect, but there is no "swimmer" with wings. Depictions of insects are rare in the rock art of the Sahara. Fig. 22 shows a tracing of an image by Lajoux (1967: 54) from Matalen-Amazar, Tassili n'Ajjar. Lajoux defines these animals as "probably insects". Preußner (1978: 314), by mistake, turned this picture by 180 ° and boldly called the animals "flying locusts", which may be correct.
     

Fig. 22
  Eine Lösung?

Für die Bilder in Wadi Sura kann man im allgemeinen eine naturalistische Interpretation finden. Für die Foggini-Höhle ist die Situation komplexer. Nicht nur die "Schwimmer" sind in schwebender Lage dargestellt, sondern viele andere Menschen und Tiere. In Fig. 8 ist ein großer Mensch horizontal gemalt. Drei geneigte Menschen mit vorwärts weisenden Armen finden sich neben Nr. 26 in Fig. 10.

  A solution?

For the pictures of Wadi Sura, one can develop a naturalistic interpretation in general. The situation is more complex for the Foggini cave. Not only the "swimmers" are presented in a floating position, but also many other humans and animals. In Fig. 8, a big human is presented horizontally. There are three inclined humans besides item 26 in Fig. 10 with forward pointing arms.

         

Fig. 23

Fig. 24

Fig. 25
     
Eine Antilope ist auf ihren Rücken gedreht, Nr. 32 in Fig. 23. Diese Bilder erinnern mich an die Bilder von Chagall, zum Beispiel Fig. 24 (Over Vitebsk, 1914) and Fig. 25 (The Birthday, 1915). Solche Bilder können nur vom Künstler selbst interpretiert werden oder von ihm nahestehenden Menschen. Das gleiche mag für die "Schwimmer" und andere Bilder gelten in der Foggini-Höhle und in Wadi Sura.   An antelope is turned to its back, item 32 in Fig. 23. These pictures remind me on the pictures of Chagall, for example Fig. 24 (Over Vitebsk, 1914) and Fig. 25 (The Birthday, 1915). Such pictures can only be interpreted by the artist himself or by people close to him. The same may apply to the "swimmers" and other pictures in the Foggini cave and Wadi Sura.
     
     
Quellen / Sources
Fig. 1: Almásy (1936: Pl.XIII).
Fig. 18: van den Beukel (2004: 267).
Fig. 22: redrawn after Lajoux (1967: 54; painting in white colour on rock).
Figs. 24 and 25: redrawn after Compton (1985: 87,189,191).
All others are photographs by the author.

Bibliografie / Bibliography
Almásy, L. E. de, 1936. Récentes Explorations dans le Désert Libyque (1932-1936). Le Caire: E. & R. Schindler pour la société royale de géographie d'Egypte.
Almásy, L. E. 1940. Unbekannte Sahara (bearbeitet von H. von der Esch). Leipzig: F. A. Brockhaus.
Almásy, L. E. 1998. Schwimmer in der Wüste. München: dtv.
Azéma, M. 2005. Breaking down movement in Palaeolithic Art. In: INORA, No. 43, 14-21.
Compton, S. 1985. Chagall (catalogue of an exhibition by the Royal Academy of Arts, London). London: Weidenfels and Nicolson.

  Kuper, R. & F. Förster, 2003. Khufu's 'mefat' expeditions into the Libyan Desert. In: Egyptian Archaeology, No. 23, Autumn 2003, 25-28.
Lajoux, J.-D. 1967. Wunder des Tassili n'Ajjer. München: Georg D. W. Callwey.
Niethammer, G. 1971. Die Fauna der Sahara. In: Schiffers, H. (Hg.) Die Sahara und ihre Randgebiete, Band I, Physiogeographie. München: Weltforumverlag.
Ondaatje, M. 1997. Der englische Patient. München: dtv.
Preußner, F. 1978. Die Farben der Tassili-Maler. In: Kuper, R. (Ed.) Sahara. 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste. Köln: Museen; 290-319.
van den Beukel (Ed.) 2004. Großer Bildvorlagenatlas - 5.000 Tiere. Amsterdam and Singapore: Agile Rabbit Editions.
Wright, J. (Ed.) 2005. Travellers in Libya. London: The Society for Libyan Studies.
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L'AGE ARCHAÏQUE D'UN MOTIF RUPESTRE DE L'AHAGGAR DEVENU "CROIX TOUAREGUE"

Article rédigé par M. Mark Milburn

 
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WALK - IN WELLS - Friedrich Berger

   
Walk-in wells are wells where you step down to the bottom of a hole to collect water in a bucket without a rope or with a very short rope or with similar limited assistance. Ancient walk-in wells, which were filled up by sediments after the water level dropped too far down, are a valuable source for archaeological data, for example in places like Nabta Playa and Lobo in the Eastern Sahara. Here are some pictures of walk-in wells at various stages of use.

A well south of Ghadames, Libya, near the Algerian border. Apparently it was opened recently and water can be collected immediately from the side of the well or standing on the abandoned tire in the water.

     
  The water hole at Laqiya Arba'in, Sudan, is the first stage of a walk-in well. The water level is about 50 cm below the surface and there is a single step of about 30 cm down from where you reach to the water.
     
A well at the next stage. It is located at a rest house / truck stop between Akasha and Wadi Halfa, Sudan. This place is near an abandoned fortified camp, which was used during the construction of the second railway connection along the Nile from Wadi Halfa to the south. This railway was abandoned soon thereafter and there are no traces left except the dam (the first rail way runs further east in less difficult terrain). The walk-in well may be from that time or it may be older, it is located in a depression with a few trees. Figure 3 shows the well, in Figure 4 I am standing on the first step. The water level is about 1,80 - 2,00 m below the surface. The well is partly protected by a wall.
     
The wells in several oases were a type of walk-in well originally.

The well of Ghadames in 1976 (left). At that time the water could still be reached from the side of the well, a few pipes were in use.
In 1997 (right), the water level had declined considerably and vegetation covered the bottom.

     
If the walls of wells are protected against destruction, deeper water levels can be reached.

On the left, is a construction from Roman times in Sbeitla, Tunisia. In 1969 young people jumped from a palm tree more than 10 m deep into the well, in the background a woman is approaching for collection of water.

 
     
These pictures are from the archaeological area of Kerma.
I do not know whether the upper part of the wall is original or reconstructed.
     
A modern type of "walk-in well".
Suction height for water is limited to about 10 m (vacuum). For a deeper water level it is therefore necessary to lower the pump into the shaft.

The pump arrangement in a well in a village between Kerma and Old Dongola, Sudan, is one possible solution.

 
 
 
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